Äthiopien – Guji Gigesa G1

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Varietät: Heirloom (Arabica)
Geschmackspofil: Beere, Floral, Rhabarber, Schwarze Johannisbeere, Ausgewogen, Jasmin, Bergamotte
Körper: medium
Fruchtigkeit: medium
Süße: Süß

 

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Artikelnummer: B_Äthiopien_Gigesa Kategorie: Schlüsselworte: , , , ,

Beschreibung

Sorte(n): Heirloom (Arabica)

Aufbereitung: Fully Washed & auf Trocknungsbetten getrocknet

Höhe: 1.500 bis 2.000 Meter über dem Meeresspiegel

Besitzer: diverse Kleinbauern

Ort: Gigesa & Umgebung

Region: Guji

Land: Äthiopien

Gesamtgröße der Farm: weniger als 1 Hektar im Durchschnitt

Weitere Informationen:

Im Jahr 2008 begann in Äthiopien die Zentralisierung aller Kaffee-Exporte durch die damals gegründete äthiopische Kaffeebörse „Ethiopia Commodity Exchange“ (ECX). Dadurch konnten viele Röster und Importeure keine genauen Informationen zur exakten Rückverfolgbarkeit der Kaffees mehr liefern. Bis Dezember desselben Jahres konnten die Bauern auch noch direkt an die Exportmärkte verkaufen, doch auch das wurde anschließend weiter eingeschränkt. Seitdem gibt es große Schwierigkeiten, die genaue Herkunft in Äthiopien zu bestimmen – was jedoch ein wesentlicher Aspekt für Spezialitätenkaffee ist – und entsprechend hohe Frustration bei den Käufern in den Verbrauchermärkten.

Heute gehen rund 90 Prozent des Kaffees durch die Hände der ECX, die den Kaffee nach Profil beurteilt, anschließend klassifiziert und allgemein für den Export markiert. G1-Lots wie dieses sind höchstklassig und nur begrenzt verfügbar. Beim Kauf über die ECX erhält man selbst für diese hochbegehrten Lots als Rückverfolgbarkeitsinformation lediglich den Anbaugebiets-Code wie „Sidamo“ oder „Yirgacheffe“, was den Kaffeeanbauregionen entspricht, oder Gigesa, Guji, was bedeutet, dass dieser Kaffee ganz allgemein aus der Stadt Gigesa und der umliegenden Guji-Anbauregion stammt.

Es ist offenkundig, dass die ECX den äthiopischen Kaffee nach wie vor dominiert. Nur rund 10 bis 13 Prozent des angebauten Kaffees dürfen inzwischen „direkt“ über Kooperativen oder Farmen verkauft werden. Dies wird zwar allgemein als Schritt in die richtige Richtung für eine Kontrolle des Verkaufs seitens der Bauern und eine bessere Rückverfolgbarkeit angesehen, doch seit Gründung der ECX ist dieser Prozentsatz relativ stabil geblieben.

Vor kurzem hat der Ethiopian Coffee Board ein Barcode-System eingeführt, mit dessen Hilfe bestimmte Lots nach dem zunächst anonymisierten Verkauf durch die ECX bis zur Waschstation und der zentralen Verarbeitungsstelle „zurückverfolgt“ werden können. Dieses System befindet sich jedoch erst im Test und wurde zunächst nur für unbedeutende Kaffeemengen ab dem 15/16-System eingesetzt. Und auch mit diesem neuen Barcode-System sollte Folgendes unbedingt berücksichtigt werden:

  • Vor dem Kaufangebot erhält der Exporteur WEITERHIN keine Details zur Rückverfolgbarkeit. Auch mit Barcode kauft der Exporteur den Kaffee also auf die gleiche Weise wie bisher: nur mit Zugang zum Gebiets- und Qualitätscode, z.B. Sidamo A4.
  • Erst nach dem Kauf erhält der Exporteur die Informationen zur Rückverfolgbarkeit. Diese Informationen sind standardisiert, und noch ist nicht abzusehen, inwieweit sie tatsächlich von Wert sein werden.

Außerdem bietet dieses System dem Exporteur keinerlei Anreiz, einen höheren Preis für solche Lots zu bieten, da er zum Zeitpunkt der Versteigerung nicht weiß, ob das versteigerte Lot rückverfolgbar ist. In Anbetracht dieser Tatsache ist es möglich, dass die Besitzer von Waschstationen, die ihren Kaffee versteigern lassen, ihrerseits keine Motivation haben, an dem neuen Programm teilzunehmen. Das wird sich allerdings erst noch zeigen. Wir beobachten den Vorgang mit Interesse, da das Konzept vielversprechend aussieht.

Alle äthiopischen Kaffees, die wir bei Mercanta kaufen, wurden in erster Linie auf der Grundlage ihres außergewöhnlichen Tassenprofils ausgewählt. Dies bleibt unser Leitmotiv in Äthiopien und an allen anderen Orten, aus denen wir Kaffees beziehen. Wir sind auch von den Standards und Gesetzen der Herkunftsländer überzeugt und werden uns immer zu 100 Prozent innerhalb dieser Grenzen bewegen.

Wir beobachten die Lage in Äthiopien im Hinblick auf die Rückverfolgbarkeit. Aber unabhängig von Entwicklungen werden wir weiter unseren Weg durch viele Kaffeeproben nehmen und nur das Beste anbieten, das wir finden können.

Über die Region Guji:

Guji ist eine der Zonen innerhalb der Region Oromia in Äthiopien und wurde nach einer Untergruppe der Oromo benannt. Guji grenzt im Süden an Borena, im Westen an die „Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker“, im Norden an den Ganale Doria River, der die Zone von Bale trennt, und im Osten an die Region Somali. Der höchste Punkt der Zone ist der Mount Dara Tiniro. Zu den Städten und größeren Siedlungen gehört auch das Verwaltungszentrum Negele. Die Guji-Zone entstand im September 2002, als die Hochland-Woredas (Verwaltungsbezirke) der Borena-Zone aufgeteilt wurden.

Wie Yirgacheffe wurden auch die Kaffees aus dem Guji-Gebiet bisher zusammen mit den Kaffees aus Sidamo kategorisiert (eine sehr weite geografische Klassifizierung, die große Teile Zentral-Südäthiopiens umfasst). Guji-Kaffees unterscheiden sich allerdings deutlich von Yirgacheffe- und Sidamo-Kaffee. Die Guji leben im Süden des Sidamo-Gebiets und haben eine lange Tradition im Kaffeeanbau. Sie werden auch das Oromo-Volk genannt, und in der hügeligen Landschaft ihrer Region entwickeln sich ganz besondere Sorten.

Zusätzliche Information

Gewicht n.a.
Röstprofil

Brühkaffee

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